Bewusst LebenVeganismus für Anfänger

Du wolltest dich immer schon vegan ernähren, weißt aber nicht wie du starten sollst? Eine rein pflanzliche Ernährung ist dir zu hart, aber du möchtest es trotzdem einfach mal ausprobieren? Dann bist du hier genau richtig! Lies weiter und klick dich durch meine Veganismus-Challenge für Anfänger!

Die Weihnachtszeit kommt und als Festmahl werden oft Braten, Gans, Würstchen, Raclette und Karpfen aufgetischt. Aber muss es zu Weihnachten wirklich ausschließlich Fleisch und Fisch geben? Ich sage nein, denn es gibt viele leckere vegetarische und vegane Rezepte, die auch wunderbar als Weihnachtsmenü taugen!

Vor allem vegane Ernährung benötigt anfangs jedoch etwas Planung! Daher möchte ich dir heute ein paar Tipps und Hinweise mitgeben, die dir zum Einstieg in den Veganismus weiterhelfen können!

Bewusstes Leben

Veganismus für Anfänger

Kommen wir gleich mal zu ein paar Punkten, die dich auf deinem Weg zum Veganismus begleiten werden:

Deine persönliche Motivation

Über das Thema Motivation habe ich bereits in der Vergangenheit eine eigene Podcast Folge aufgenommen, denn ohne diese ist jeder Lebenswandel schwierig. Der Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung kann viele Gründe haben: Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Gesundheit, soziale Zugehörigkeit, Abnehmen, usw. Es ist unglaublich wichtig, deinen persönlichen Grund zu kennen! Ohne diesen kann es schwierig sein den Umstieg durch zu ziehen und nicht bei der kleinsten Gelegenheit in Versuchung zu kommen. Mache dir also im Vorfeld Gedanken über dein Warum!

Vorteile des Veganismus

Um dir den Weg zu deinem Warum zu vereinfachen, möchte ich dir hier ein paar Vorteile des Veganismus auflisten:

  • führt zu Vitalität und Gesundheit
  • ist nachhaltig und vermindert den individuellen CO²-Ausstoß
  • führt zur bewussten Ernährung
  • besseres Gefühl aus ethischer Sicht

Schwierigkeiten der veganen Ernährung

Eine Sache ist ganz klar: das auswärts essen gehen kann komplizierter werden. Dabei ist es egal, ob du ins Restaurant gehst oder eingeladen wirst. Vielleicht hast du anfangs auch ein schlechtes Gewissen, weil extra für dich gekocht werden muss oder deine Familie und Freunde reagieren genervt auf deine Ernährungsumstellung. Noch ein Grund mehr warum es so wichtig ist, deine persönliche Motivation für das ganze Unterfangen zu kennen! Denn so kannst du zu deiner Meinung stehen und deinen Standpunkt klar mitteilen. Mit der Zeit wird es auch immer einfacher. Und wenn ich ehrlich sein darf, aus minimalistischer Sicht erleichtert es mich auch, dass ich weniger in Versuchung komme auswärts zu essen 😉

Was anfangs ebenfalls ein Problem werden kann, ist dass vegane Ernährung mit einer Einschränkung verbunden ist. Allerdings trifft das auf jede Ernährungsumstellung zu! Wer kreativ ist und gerne kocht wird schnell merken, dass diese angebliche „Einschränkung“ in Wahrheit unglaubliche kulinarische Möglichkeiten bietet! Am besten du informierst dich bereits im Vorfeld über diverse Rezepte und lässt neue Sachen langsam einfließen.

Ein wesentlicher Punkt bei der veganen Ernährung ist die Kontrolle des Nährstoffbedarfs. Aber auch hier muss ich sagen, dass genau dieser Aufwand auch den Vorteil mit sich bringt, dass du lernst bewusster zu essen und somit gleichzeitig auch viel gesünder lebst.

Marketing Falle – Superfoods

Wenn wir schon beim Thema Nährstoffe sind, dann möchte ich dir einen ganz wichtigen Tipp mitgeben: fall bitte nicht auf die Superfood-Masche rein! Ja, Chia Samen, Goji Beeren und Quinoa sind super gesund. Und gleichzeitig absolut un-nachhaltig!! Stattdessen kannst du auch einfach auf die regionalen Produkte Leinsamen, Heidelbeeren und Hirse zurückgreifen! Diese entsprechen dem exakten Äquivalent und müssen nicht erst über den Atlantik geschifft werden.

Essen mit Plan

Als Vegetarierin habe ich vor etwa einem Monat einen Selbsttest gestartet und festgestellt: vegane Ernährung ist nochmal eine starke Umstellung verglichen zum Vegetarismus! Früher hatte ich mir immer Sorgen wegen des Eisengehalts bei einer vegetarischen bzw. veganen Ernährung gemacht (in der Jungend hatte ich einen starken Eisenmangel und brauchte sogar eine Infusion). Mittlerweile halte ich jedoch Proteinbedarf für viel „problematischer“! Um diesen zu decken ist auf jeden Fall ein System mit Plan notwendig. Hierfür möchte ich dir 5 praktische Tipps mitgeben!

Veganismus für Anfänger

5 Tipps um vegan zu werden – ein Selbstexperiment

Schritt für Schritt zum Veganismus

Der Umstieg vom vegetarischen auf das vegane Frühstück war für mich ein Kinderspiel! Da ich ohnehin jeden Tag Müsli mit Hanfsamen und Obst esse, habe ich lediglich die Milch mit einem Hafer-Drink ausgetauscht. Nach meinem Experiment habe ich das vegane Frühstück beibehalten. Daher mein 1. Tipp: bewege dich langsam und kontinuierlich auf den Veganismus zu!

Richtige Planung ist das A und O

Mein Selbstexperiment war eine recht spontane Entscheidung, daher bin ich auch komplett ohne Plan in den Tag gestartet. Ich musste also morgens erst mal überlegen, was ich überhaupt essen kann. Letztlich hat es darin geendet, dass ich 2 Stunden nach dem Mittagessen eine Heißhunger-Attacke hatte und einen halben Leib Brot gefuttert habe… Mein 2. Tipp lautet also: plane deine Mahlzeiten im voraus!

Lerne deinen Körper kennen

Dass Fleisch länger satt hält weiß wohl jeder. Das liegt unter anderem daran, dass vegane Ernährung wesentlich kalorienärmer ist. Wenn du dich rein pflanzlich ernährst wirst du also nicht darum herum kommen auch deine Essensgewohnheiten zu ändern. Statt 3 großen Mahlzeiten ist es hilfreich mehrere Snacks einzubauen, um an genügend Nährwerte und Kalorien zu kommen. Mit der Zeit geht das von ganz alleine, denn dein Körper wird dir ganz genau mitteilen, was er gerade braucht. Somit mein Tipp Nummer 3: lerne deinen Körper kennen!

Finde dein eigenes Tempo

Da ich seit 3 Jahren Vegetarierin bin und sehr auf eine ausgewogene Ernährung achte, war der Umstieg nicht uninteressant für mich. Meine größte Hemmschwelle ist allerdings der Verzicht auf Käse (ja, ich bin ein riesiger Käse-Liebhaber!!), weswegen ich mich noch nicht zum Veganismus durchringen konnte. Wenn ich mich jetzt allerdings von heute auf morgen dazu zwingen würde, könnte ich es wohl nicht lange durchziehen. Ich möchte mich langsam zum Veganismus vorarbeiten. Passend dazu ist mein 4. Tipp für dich: finde dein eigenes Tempo!

Sei neugierig!

Durch mein Dasein als Vegetarierin habe ich gelernt, mich viel vielfältiger zu ernähren! Ich esse sehr gerne und für mich war es eine große Freude, so viele neue Geschmäcker zu entdecken. Der Veganismus bietet noch eine größere Palette an kreativen Rezepten und Zubereitungen an, was ich als eine unglaublich spannende Reise durch die Kulinarik ansehe! Daher mein 5. und letzter Tipp: sei neugierig und kreativ!

Veganismus Challenge

Das ganze wäre keine Challenge, wenn ich nicht am Ende eine kleine Aufgabe für dich hätte! 😉 Hier kommt also deine persönliche Challenge: teste den Veganismus 1 Woche lang aus!

Ganz wichtig ist dabei, dass du dir im Vorfeld einen konkreten Plan machst! Um es anfangs einfach zu halten empfehle ich folgende Vorgehensweise:

  • Überlege dir zum Frühstück eine Mahlzeit (am besten Müsli oder Porridge) und variiere dieses nur geringfügig über die Woche. Das kannst du z.B. mit verschiedenen Samen, Nüssen, Getreide- oder Obstsorten machen! So hast du eine kleine Konstante und musst dich nicht immer komplett verbiegen.
  • Überlege dir pro Tag eine gekochte Hauptmahlzeit und eine kalte Mahlzeit (je nachdem ob du mittags oder abends lieber warm isst). Versuche hier unterschiedliche Protein- und Eisenquellen, vollwertige Kohlenhydrate und Ballaststoffe einzubauen. Hülsenfrüchte werden in dem Fall deine besten Freunde werden!
  • Überlege dir 3 – 4 Snacks, die du zwischendurch essen kannst um dich zu sättigen! Das können zB Nüsse, getrocknete Früchte oder selbstgemachte Energiekugeln sein.
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Vegan durch den Advent

Dieser Beitrag ist im Zuge des veganen Adventskalenders „Vegan durch den Advent“ von Veganstars entstanden und enthält 23 weitere Beiträge von verschiedenen Bloggern, die dich durch eine vegane Weihnachtszeit führen wollen!

  1. Kalorienarme Vanillekipferl von Beets and Treats
  2. Veganes Mitbringsel von Froileinfux
  3. Eissterne mit Glühweinkirschen von Facettenreich-Vegan
  4. Weihnachtliche Erdbeerlimes von Wiewowasistgut
  5. Veganismus Challenge für Anfänger von mir 🙂
  6. Weihnachtliche Waffeln von Oh Sweet Coco
  7. Veganer Kuchen mit winterlichen Gewürzen von Glücksgenuss
  8. Winterliche Maronensuppe von Immerhungrig
  9. Essbare Körpersahne von Slow Beauty Cosmetics
  10. Vegane Zimtschnecken Cookies von Bakinglifestories
  11. Mini Apfel Pies (glutenfrei) von Foodreich
  12. Haferkekse mit Schokostückchen von Carry on Cooking
  13. Glühwein-Bissen von Greenfreckles
  14. Kostenloser Workshop zum Thema gesunde pflanzliche Ernährung im Alltag von Veganstars
  15. Weihnachtsstollen und Rotwein-Kirschlikör von Sweetsoulfood
  16. Apfelstrudel mit Bananeneis von Foodnphoto
  17. Chai Rezept zum Backen von Lilakarotte
  18. Winterliche gefüllte Berliner von The Vegan Lovers Club
  19. Zero Waste Geschenkverpackungen von Velvetandvinegar
  20. Veganes Panna Cotta mit fruchtiger Sauce von Simply Vegan
  21. Vegane Weihnachtspancakes von What Ina Loves
  22. Vegane Apfel-Zimt Gewürztarte von Plantifulskies
  23. Vegane Raclette Rezepte von Probier Ess Mahl
  24. Resteverwertung von Küchengewerkel

Viel Freude bei deinem veganen Adventskalender!


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